Wenn du es fühlst, dann kannst du es tun!

Durch Kontakt und Berührung kannst du dich spüren. Dann bist du in deiner Mitte – deinem Hara. Dein Fühlen ist die Voraussetzung dafür, dass du für dich gute Entscheidungen treffen kannst. Denn dafür ist nicht alleine dein Verstand zuständig.

Und alles, was dich berührt, begeistert, was du spüren kannst, das kannst du auch in deinem Leben umsetzen bzw. erleben.

 

Spüren bzw. Fühlen vs. Denken

Die Fähigkeit zu Spüren ist wesentlich für das Denken, das sich aus den verschiedenen Faktoren Inspiration, Intuition, Herzintelligenz, Ratio und Absicht zusammensetzt. Um etwas zu Verstehen braucht es einen konstanten Wechsel zwischen Denken (Verstand) und Spüren (Bewusstsein). Nur dann kann ein Ereignis, eine Situation oder ein Gefühl eingeordnet werden. Und aus dem Verstehen, den Einordnungen entstehen gute Entscheidungen. Dafür braucht der rationale Verstand Berührung und Fühlen, sonst ist er nicht denk- und entscheidungsfähig.

Ohne Fühlen keine Entscheidung sagt die Forschung

Der anerkannte Hirn- und Emotionsforscher Antonio Damasio hat belegt, dass der rationale Verstand ohne Kontakt zur Gefühlsebene seine Denkfähigkeit nicht angemessen einsetzen kann. Damasio beobachtete über Monate hinweg einen Tumorpatienten, bei dem Teile seines Gehirns durch die Tumorentfernung beschädigt waren. So hatte der Patient die Fähigkeit zu fühlen komplett verloren, zeigte nie den Hauch einer Emotion, und konnte seither keine Entscheidungen mehr treffen. Denken konnte er noch bestens, sein Intelligenzquotient war unverändert. Damasio suchte nach ähnlichen Fällen und fand Menschen, die all ihr Fühlen verloren hatten – und damit zugleich ihre Fähigkeit zu entscheiden.

Spüren = Fühlen?

Spüren und Fühlen wird oft gleichbedeutend gebraucht. Gefühle sind bewusst zugänglich, körperlich erfahrbar, die Wahrnehmung dazu „ich fühle“. Fühlen kannst du Schmerzen, Juckreiz – alles, was dein Körper dir vermittelt, sogar biologische Programmierungen wie beispielsweise aufsteigende Lebensfreude im Frühjahr, natürlich auch Emotionen. Um hingegen Fähigkeiten oder Bewusstseinszustände wahrzunehmen, wie z. B. Liebesfähigkeit, Dankbarkeit oder Vertrauen, braucht es mehr als Fühlen: ein tieferes Einlassen auf deine Wahrnehmungen, mehr Stille, um Zugang zu erlangen, zu hören und zu verstehen, was in dir geschieht. Hier geht es um Spüren über deine persönlichen Vorlieben hinaus, beispielsweise von echtem Vertrauen / echter Liebesfähigkeit im Sinne von „Ich vertraue dem Leben, dass es einen Sinn hat, auch wenn du dich anders verhältst, als ich es für richtig halte.“

Beim Spüren lässt du dich ein auf eine innere Wahrnehmungsebene jenseits von Denken und Fühlen (so nachzulesen bei Vivian Dittmar). Diese Ebene ist eher wortlos und abstrakt (hier werden Hirnteile aktiviert, die unbewusste Abläufe steuern und Emotionen bewerten, vgl. Blog-Artikel „Tief berührt“). Daher wird auch von „in-sich-hinein-horchen/lauschen“, auch von „in-sich-sehen“ gesprochen. Oftmals ist dieser Zugang versperrt, weil zu viele Gedanken rotieren und zu heftige emotionale Äußerungen, z. B. Ärger, dich beherrschen. Wenn deine Gedanken kreisen und die dazu passenden Gefühle auslösen, bleibt das bewusste Spüren auf der Strecke, weil du durch den steten äußeren und inneren Trubel nur schlecht hören kannst und keinen Zugang zum Spüren findest.

Um zum Spüren zu gelangen, braucht es keine Achtsamkeits- und keine Meditationsübungen (kann aber beides durchaus hilfreich sein). Es braucht Übung, die Aufmerksamkeit von den Gedanken abzuziehen, sich stattdessen mit dem Körper zu verbinden und hineinzuhören. Das Denken zu einem Hintergrundrauschen herunterregulieren und dadurch eine neue Gesprächsebene im Inneren finden. Dann schenkt das Spüren Empfindungen wie Wohlsein, Verbundenheit, Geborgenheit, Stimmigkeit, Dankbarkeit, Sinnhaftigkeit und mehr.

Im „flow“ sein

Dieses Spüren wird möglich, indem du deinen Körper als Resonanzraum wahrnimmst. Anstelle dass du eine Situation mit dem Verstand analysierst (hörst, siehst – und auch bewertest), versuchst du, dich auf deine Körperwahrnehmungen zu konzentrieren. Spüre, was Worte und Bilder in dir auslösen. Dann bist du in Kontakt mit deinem Körper, mit deinem Herzen und deiner Menschlichkeit. Damit kannst du deinen Verstand entlasten, die Grübelkreise beenden und Dinge geschehen lassen.

Und damit kommst du mit deinen Bedürfnissen, deinen Träumen und auch deinen Problemen intensiv in Kontakt. Du spürst alles, was dich ausmacht – und du kannst entscheiden, was mit deinen Themen geschehen soll. Und wie es für dich im Leben weitergeht, was dir wirklich wichtig, und wie du künftig leben und arbeiten möchtest.

Alle Entscheidungen, die du in Resonanz mit deinem Körper triffst, ermöglichen dir, eine tiefe Zufriedenheit im Leben zu finden, den sogenannten „Flow“ (ein Begriff, der von Mihaly Csikszentmihalyi geprägt wurde). Du erlebst Genuss, Freude, Kreativität und fühlst dich Eins mit dem Leben. Wenn du diesen Zustand einmal erlebt hast, möchtest du diese Erfahrung immer wieder machen. Das sind die Momente, in denen du die Zeit völlig vergisst, dich mit Leidenschaft einer Sache widmest und Arbeiten zum Vergnügen wird.

Dein Körper als Resonanzraum und dein Hara

Wenn du deinen Körper als Resonanzraum nutzt, dann bist du automatisch in deinem Hara, also in deiner Mitte. Indem du dein Spüren verfeinerst, kommt dein Ki – japanisch für Lebensenergie – in Fluss. Es steht dir dort zur Verfügung, wo du es gerade brauchst. Und je besser du dir deiner Mitte bewusst bist, umso öfter und leichter kannst du deine innersten Impulse spüren und leben. Dadurch vollendet sich dein Hara immer weiter (vgl. Blog-Artikel „Kraftquelle“), du lebt deine Möglichkeiten im Leben angemessen: die Kraft deiner Persönlichkeit/deine Präsenz kommt zur Entfaltung. Du bist „ganz“ und zugleich Teil eines größeren Ganzen. Dieses intuitive Körperwissen, das du dir oft über einen längeren Zeitraum erarbeitest, ist die Voraussetzung für den „Flow“ – diesem besonderen Inspirationszustand, in dem du gute Entscheidungen für dich triffst und alles leicht geht.

Dazu braucht es Übung. Je mehr Spüren, dir deines Haras im Alltag bewusst sein, umso öfter entsteht dein Gefühl von Leichtigkeit und „Flow“. Dann bist du ausgeglichen und kraftvoll, weil du deine Möglichkeiten im Leben angemessen lebst.

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Ich bin Renate Köchling-Dietrich und du bist bei mir richtig, wenn du dich spüren, gesund und lebendig fühlen möchtest. Ich unterstütze dich mit dem Wissen der traditionellen japanischen Medizin und um den Ki-Fluss dabei, die Signale deines Körpers zu erkennen, zu verstehen und deinen Bedürfnissen gemäß zu leben. Seit zwei Jahrzehnten unterrichte ich dieses Wissen und vor allem seine praktische Umsetzung und das Erleben.

Im Blog findest du dieses althergebrachte Wissen und Erklärungen über die Zusammenhänge. Dabei geht es immer um das Thema Spüren. Denn nur wenn du dich spürst, kannst du deinem Körper vertrauen und ganz bei dir sein.

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