Was machen Hundertjährige anders?

Warum gibt es in Japan so viele Hunderjährige? Wie leben sie und was kannst du von ihnen lernen? Weil die Japaner:innen besser wissen, was ihnen gut tut, klarer sind, was ihr Körper ihnen sagt, und ihr Spüren umfassender geschult ist, sind sie gesünder und fitter im Alter.

In Japan leben die meisten Hundertjährigen der Welt. Laut der aktuellen Daten der japanischen Regierung gab es erstmals in 2020 mehr als 80.000 Hundertjährige in Japan. Vor allem Frauen erleben ihren 100. Geburtstag. Knapp 84 Jahre erreichen die Japaner:innen im Durchschnitt, dagegen liegt die durchschnittliche Lebenserwartung in Deutschland 2020 für Männer bei 78,9 und für Frauen bei 83,6 Jahren. Außerdem kann ein Mensch in Deutschland heute davon ausgehen, dass er in seinem Leben ein Vierteljahrhundert medizinisch behandlungsbedürftig ist und möglicherweise Schmerz und Leid ertragen muss.

Auch junge Japaner:innen sind oft so übermüdet, überarbeitet und gestresst, dass die Regierung sogar ein Überstunden-Gesetz erließ. Gleichzeitig gibt es nur in Japan so viele Hundertjährige und fitte Senior:innen.

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Was kann die japanische Jugend und der Rest der Welt von Nippons Alten lernen?

Gerade ältere Japaner:innen haben ein gutes Gespür für ihren Körper. Sie wissen, was ihnen gut tut und handeln danach. Viele Ereignisse sind ritualisiert und finden in einem festgelegten Rahmen statt. Dadurch bleibt ausreichend Raum für das eigene Wahrnehmen und dafür, die Gesundheit zu fördern. Fünf Faktoren lassen sich herauskristallisieren, die maßgeblich sind für ein gesundes und langes Leben:

Gutes Essen

Die Ernährung in Japan ist reich an Gemüse und Sojaprodukten, Fisch und Meeresfrüchten, Reis und grünem Tee. In der Nahrung enthalten sind viel Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, Vitamine und Pflanzenstoffe. Fleisch, Fett und Zucker werden wenig konsumiert. Beim Essen ist der hohe Kohlehydrat– aber zugleich niedrige Kaloriengehalt auffällig. Zudem gilt keinesfalls das Prinzip „all you can eat“, sondern „hara hachi bu“ (wörtlich „acht von zehn Teilen“) – also mit dem Essen aufhören, bevor das völlige Sattsein eintritt. Dies stärkt das Gefühl für Selbstkontrolle und Mäßigung.

Eingebunden sein im Umfeld

In Japan spielt die Familie eine sehr wichtige Rolle. Gerade die Älteren leben in der Familie und können dort ganz nach individuellem Bedarf unterstützt werden. Solange wie möglich engagieren sich die Menschen ehrenamtlich und für andere, sie verbringen ihre Zeit mit vor allem sinnstiftenden Aktivitäten. Dadurch erfahren sie einen starken Zusammenhalt in der Familie, im Freundeskreis oder in der Gruppe, was für die Gesundheit sehr förderlich ist.

Lebenslang aktiv

Die Japaner:innen sind ein Leben lang aktiv, viele von ihnen versorgen sich im Alter selbst und bauen sogar ihr eigenes Gemüse und Obst an.

Verbunden sein mit der Natur

Ganz nebenbei schöpfen Japaner:innen Kraft durch ihre Verbundenheit mit der Natur, z. B. indem sie im Wald „baden“. Hier in Deutschland ist dies ein neuer Wellnesstrend „Shinrin Yoku“, wo es um das Erleben des Waldes mit allen Sinnen geht.

Entspannende heiße Bäder

Darüber hinaus wird fast täglich Stress im heißen Wasser abgebaut. In Japan haben heiße Bäder, z. B. in einem „Onsen“, Tradition. Hier genießen Japaner:innen nackt und getrennt nach Geschlechtern das heiße Badewasser, dass die Durchblutung anregt und den Kreislauf stärkt.

Spüren ist die Voraussetzung für gesunde Entscheidungen

Mit ihren Aktivitäten und ihrer Lebensweise sind die Japaner:innen mehr in die Rhythmen der Natur eingebunden. Sie erleben die zyklischen Prozesse der Natur und des Körpers am eigenen Leib, sei es durch die Wahrnehmung der sich um sie herum verändernden Natur im Jahreslauf, durch Anbau, Pflege und Ernte von Gemüse und Obst, durch Geburt, Altern und Sterben in der Familie, durch den Genuss regionaler, jahreszeitlich unterschiedlicher Lebensmittel oder sogar durch die Anspannung im Alltag und Entspannung im heißen Bad.

Alles Leben ist Ausdruck von zyklischen Prozessen. Zyklen und Rhythmen sind wesentliche Naturprinzipien. Diesem Gesetz unterliegt jeder Körper. Und die jeweiligen Veränderungen sind für jeden Menschen wahrnehmbar, indem er alle seine Sinne nutzt. Die Wahrnehmung jedoch ist in den westlichen Gesellschaften immer weniger geschult, die Rolle des Verstandes wird überbetont, alles ist eben diesem Verstand unterzuordnen.

Gerade dadurch schneidest du dich von der Natur und von deinen Wahrnehmungen ab. Daher gilt es, dein Spüren „wiederzubeleben“. Dein Körper ist so organisiert, dass er sich permanent selbst reguliert und ausbalanciert. Wenn du versuchst, die Naturprinzipien immer und immer wieder zu überdehnen, „über die Stränge zu schlagen“, wirst du sicher scheitern. Dies bedeutet, dass du deine Selbstorganisation störst, die Selbstregulation aushebelst und langfristig mit Symptomen, also mit Krankheit, reagierst. Dann kannst du Tipps, z. B. wie Japaner:innen alt werden, einfach nur als Tipp schablonenhaft nutzen, weil du nicht mehr weißt, was dir wirklich gut tut. Damit dies nicht geschieht, nutze deine gesunden Impulse, lerne, die Botschaften deines Körpers zu hören und zu verstehen, indem du dein Spüren aktivierst. Und mache dann genau das, was dir gut tut.

Wenn du das möchtest, dann bist du hier genau richtig. Und langfristig gesünder, entspannter und fitter – und vor allem: ganz bei dir.

Ständig unter Strom oder gut im Fluss des Lebens?

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Mitte-FB-Erden

Ich bin Renate Köchling-Dietrich und du bist bei mir richtig, wenn du dich spüren, gesund und lebendig fühlen möchtest. Ich unterstütze dich mit dem Wissen der traditionellen japanischen Medizin und um den Ki-Fluss dabei, die Signale deines Körpers zu erkennen, zu verstehen und deinen Bedürfnissen gemäß zu leben. Seit zwei Jahrzehnten unterrichte ich dieses Wissen und vor allem seine praktische Umsetzung und das Erleben.

Im Blog findest du dieses althergebrachte Wissen und Erklärungen über die Zusammenhänge. Dabei geht es immer um das Thema Spüren. Denn nur wenn du dich spürst, kannst du deinem Körper vertrauen und ganz bei dir sein.

Köchling

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