Über einen liebevollen Umgang mit dir selbst, Grenzen und die Reife zur Selbstfürsorge
Das Metall zeigt jetzt seine Tiefe. Die Natur lässt immer mehr los – und in dieser Stille und zunehmenden Leere wird sichtbar, was wirklich Bestand hat. Was sich in dir verdichtet hat zu echtem Wissen, zu gelebter Erfahrung, zu einem Schatz, den du in dir trägst.
Wenn die Metall-Energie dich trägt
Im August hast du zurückgeschaut und gewürdigt. Im September hast du gespürt, wie Aufnehmen und Loslassen einander brauchen. Jetzt, im Oktober, zeigt sich eine stillere Seite der Metall-Energie. Sie fragt dich, wie liebevoll und respektvoll du eigentlich mit dir selbst umgehst.
Die meiste Zeit kennst du Metall vielleicht als etwas Aktives: Klarheit schaffen, aussortieren, loslassen oder speichern, Vorräte anlegen. Das ist die eine Seite der Metall-Energie. Doch Metall hat noch mehr, auch stillere Qualitäten. Sie zeigen sich im Innehalten, im Erkennen dessen, was sich bereits gesetzt hat, wie Erz, das über lange Zeit zu einem festen Kern verdichtet wurde.
Was du in diesem Jahr, vielleicht in vielen Jahren, erlebt und verarbeitet hast, ist jetzt Teil von dir geworden: ein Erfahrungsschatz. Dieser Schatz ist es, der dich reif macht für das, was im Leben zunehmende Bedeutung bekommt: echte Selbstfürsorge.
Reif für Selbstfürsorge
Gut für sich selbst sorgen – klingt einfach, ist es aber nicht. Es setzt voraus, dass du wirklich weißt, was dir guttut, was dich langfristig unterstützt und trägt. Diese Unterscheidung braucht Erfahrung. Sie braucht die Reife, die sich in den vergangenen Monaten und Jahren in dir gebildet hat.
Liebevoll mit dir selbst umzugehen, heißt nicht, es dir immer leicht zu machen. Es bedeutet, dich so zu behandeln, wie du einen Menschen behandeln würdest, der dir wirklich wichtig ist: mit Respekt, mit Geduld, mit ehrlichem Interesse an dem, was dich bewegt und was du wirklich brauchst.
Nein-Sagen ist ein "Ja" zu dir
Um gut für dich zu sorgen, brauchst du klare Grenzen, deine eigenen und die der anderen, dazu den Mut, sie zu respektieren. Dazu lädt dich jetzt die Metall-Energie ein. Grenzen zu setzen ist ein Ausdruck von Zuneigung, auch dir selbst gegenüber. Zu wissen, wo du aufhörst und der andere beginnt, gibt dir und deinem Gegenüber echten Halt.
Metall schenkt dir die Fähigkeit, zu unterscheiden, was dir wirklich guttut und was dich schwächt. Du lernst immer besser zu spüren, wann du „Ja“ sagst und wann „Nein“ ein liebevolles Wort ist, dir selbst gegenüber. Das eine ist nicht mutiger als das andere. Beide verlangen, dass du dich selbst wirklich kennst.
Jūya – zehn Nächte, die zählen
Zehn Nächte im Oktober, Jūya, tragen im japanischen Buddhismus eine besondere Kraft: Was du in dieser Zeit Gutes tust, zählt mehr als sonst – auch das, was du für dich selbst tust. Das ist eine schöne Erinnerung, gerade jetzt: Selbstfürsorge ist kein Nebenschauplatz. Sie ist gleichermaßen bedeutsam wie das, was du für andere tust.
Dein Atem als Lehrmeister
Der Atem bleibt auch jetzt dein verlässlichster Begleiter: Er nimmt auf, was nährt und gibt ab, was nicht mehr gebraucht wird – immer wieder, zehnmal, hundertmal, ohne Anstrengung. Darin liegt die stille Weisheit der Metall-Energie: Nichts muss erzwungen werden. Es darf sich zeigen, in seinem eigenen Rhythmus.
Mein besonderer Tipp für den Oktober
Wähle für zehn Nächte einen einzigen, kleinen Moment am Abend: zehn bewusste Atemzüge, bevor du einschläfst. Frage dich dabei ehrlich: Was tut mir wirklich gut? Und vielleicht nimmst du dir für den nächsten Tag eine einzige kleine Handlung vor, die dieser Antwort entspricht.
Teile gerne deine Erfahrungen mit dem abendlichen Durchatmen in den Kommentaren.
Ich bin Renate Köchling-Dietrich und du bist bei mir richtig, wenn du dich spüren, gesund und lebendig fühlen möchtest. Ich unterstütze dich mit dem Wissen der traditionellen japanischen Medizin und um den Ki-Fluss dabei, die Signale deines Körpers zu erkennen, zu verstehen und deinen Bedürfnissen gemäß zu leben. Seit zwei Jahrzehnten unterrichte ich dieses Wissen und vor allem seine praktische Umsetzung und das Erleben.
Im Blog findest du dieses althergebrachte Wissen und Erklärungen über die Zusammenhänge. Dabei geht es immer um das Thema Spüren. Denn nur wenn du dich spürst, kannst du deinem Körper vertrauen und ganz bei dir sein.
